Sommernacht

Ernst Hermann Seyffardt

Mit ausgespannten Armen

Kommt leis' die Nacht.

Drückt Feld und Wald und Fluren

Ans Herze sacht.

Schlägt ihren weichen Mantel

Um Strauch und Baum,

Und summt mit Glockentönen

Die Welt in Traum.

Vergessen hat die Erde

Des Tages Weh,

Ich hebe meine Augen

Hinauf zur Höh'.

Ein Vöglein seh' ich tauchen

Ins Abendgold,

Ach, wenn's auch meine Seele

Mitnehmen wollt'!