Sommer

Ernst Pepping

Atme, Seele, erhöhter,

weil du den Sommer lobst.

Dunkler, goldner und röter

schwellen dir Reben und Obst.

Goldene Schatten schweben.

Sind sie nicht mehr verbannt?

Träuft dir von selber das Leben

in die lässige Hand?

Oft hat sie fruchtlos gegriffen.

Nun auf einmal geschah's.

Sieh, es leuchten geschliffen

Birnen wie Goldtopas.

Und wie weit du auch gingest,

wölbt sich das funkelnde Haus.

Singe, Seele, du singest

nie das Irdische aus.