Abschied vom Liebchen
F. Abt
Wie wird mir so bang, da ich scheiden soll,
Wie wird mir's im Herzen so weh,
Weil Liebchen, die Augen von Thränen voll,
Ich drüben am Fenster seh;
Sie schwenkt das Tüchlein, sie winkt und nickt,
Hat tausend Küsse mir nachgeschickt,
Und flüstert ein stilles Ade --
Ade, Ade,
Und flüstert ein stilles Ade. --
O Schifflein, du, an der Garonne Strand,
Du eilst in die wogende Fluth,
Du läßt mir mein Liebchen im weiten Land,
Mein Liebchen so fromm und gut.
Leb wohl, du Mägdlein, mit holdem Blick,
Noch schaut dein Treuer nach dir zurück,
Und flüstert ein stilles Ade --
Ade, Ade,
Und flüstert ein stilles Ade.
Behüt' dich der Himmel, du herz'ge Maid,
Gedenk' in der Ferne auch mein,
Und wär' ich auch viel tausend Meilen weit,
Mein Herz wird bei dir stets sein,
Im Morgenroth, bei des Abend's grau'n
Werd' stets dein liebliches Bild ich schau'n,
Auf Wiederseh'n, Liebchen Ade,
Ade, Ade,
Auf Wiederseh'n, Liebchen Ade.