Begrabet mich im Walde
F. Abt
Begrabet mich im Walde,
Fern
Von Rebenhag und Rosenhain;
Es wiegt der Wald,
Der Wald so gern
Die lebensmüden Schläfer ein.
Begrabet mich im Walde,
Fern
Von Erdenschmerz und Lebenspein;
Es schaut durschs Laub,
Durchs Laub der Stern
Aufs Grab mit stillem Trost herein.
Begrabet mich im Walde,
Fern
Von arger List und falschem Schein;
Er ist das Haus,
Das Haus des Herrn,
Drum wohnt der Friede dort allein.
Begrabet mich im Walde,
Fern
Vom Spaten, schürfend nach Gebein,
Daß, wie im Feld,
Im Feld der Kern,
Mein Staub entkeim' zu schönerm Sein.
Begrabet mich im Walde,
Fern
Von Friedhofsprunk aus Erz und Stein;
Wo ich geruht,
Geruht so gern,
Dort senkt zur letzten Ruh' mich ein.