Das Echo

F. Abt

Stets noch schimmern Engelsterne,

Stets noch kräuselnd wallt das Meer,

Doch des Engels Stimme schweiget,

Die ich hörte, lang ist's her.

Horch! das Echo hallet schwer:

Lang ist's her!

Dunkel ist der Hain und einsam,

Plätschernd hallt der Quelle Ton.

Doch wohin mit allem Schönen

Ist Vergangenheit entfloh'n?

Traurig hallt das Echo schon:

Lang entfloh'n!

Stets noch klagt der nächt'ge Vogel,

O jetzt tönt sein Lied nur Leid,

Die Geschichte schön'rer Stunden

Ruf' ich und -- o Eitelkeit!

Horch! das Echo hallet weit:

Eitelkeit!

Still, o Echo, Trauerecho,

Einst Dein Tönen liebt' ich wohl;

Nun ist krank mein Herz und traurig --

Alte Zeit, ein lang Lebwohl!

Horch! das Echo dumpf und schaurig

Ruft: Lebwohl! Lebwohl!