Das Vaterhaus

F. Abt

Es heulet der Sturm so schaurig und wild

Hinüber das winterentschlaf'ne Gefild.

Der Wand'rer eilt rascher durch Wetter und Graus,

Und liebend empfängt ihn das Vaterhaus.

Es schäumen die Wellen, es woget die See,

Dem Schiffer wird es so bange, so weh;

Im Hafen, im stillen, da ruhet er aus

Und schützend empfängt ihn das Vaterhaus.

Es blüht in der Welt, in der falschen, kein Glück,

Verlangende Liebe stößt kalt man zurück,

Es blutet das Herz oft, es sehnt sich hinaus --

Doch tröstend empfängt ihn das Vaterhaus.

Die Blätter, sie welken und rauschen herab,

Es rufet der Tod die Müden wohl ab --

Und heulet auch oben des Sturmes Gebraus,

Gar friedlich und still ist's im Vaterhaus.