Der Tag geht nun zu Ende
F. Abt
Der Tag geht nun zu Ende,
Die Blumen schlafen ein;
Nun faltet eure Hände,
Ihr lieben Kindelein,
Und schaut um euch im Kreise,
Und schaut zum Himmel auf --
Wie zieht so traulich leise
Die dunkle Nacht herauf!
Bald glänzt in tausend Tröpfchen
Der helle Mondenschein.
Der Vogel steckt sein Köpfchen
Jetzt unters Flügelein.
Nun ruht vom heißen Tage
Sich aus manch müdes Herz;
Doch manches schaut in Klage
Noch wachend himmelwärts.
Drum betet, daß der Frieden
Nun jedem komm herbei,
Daß süße Ruh beschieden,
Wie euch, den Armen, sei.
Denn der im heilgen Wehen
Dort zieht von Stern zu Stern,
Hat auch der Kinder Flehen
Und ihre Liebe gern.