Des deutschen Knaben Gelübde
F. Abt
Als die Trommel klang Thal und Feld entlang:
Auf zum Rhein, zum deutschen Rhein;
Vorwärts nach Paris! die Trompete blies!
Ach da war ich noch zu klein!
Konnt' die Büchse noch nicht tragen,
Konnt' die Feinde noch nicht schlagen,
Doch wo Deutschland stritt und schritt,
Zog mein Herz stets fröhlich mit!
Wenn die Botschaft kam von dem Siegesplan,
Deutschlands Fahne wieder flog,
Schaut' ich freudig drein, stimmte jubelnd ein:
König Wilhelm lebe hoch!
Und wenn schwer das Wetter drohte,
Thränen bracht' der Todesbote,
Bat ich still den Lieben Gott:
Herr, mach du den Feind zum Spott!
Doch bin ich einst groß und geht's wieder los,
Ach, dann bin ich auch dabei!
Wie die Väter dann steh' ich meinen Mann
Fest in alter deutscher Treu'!
Hei! wie will ich wacker reiten,
Muthig kämpfen, tapfer streiten!
Wer für Deutschland kämpft und fällt
Ist allein ein rechter Held!