Dort drüben

F. Abt

Dort drüben über die Straße weit

gibt's selige Lust und seliges Leid,

dort drüben!

Was sprühst du denn, du Liederklang,

hinüber die ganze Straße entlang

hinüber?

Ei, abends mit dem letzten Schein,

da glüh'n zwei dunkle Äugelein

herüber.

Und früh, wenn Tau die Halme tränkt,

mein Herz an sel'ge Liebe denkt

hinüber!

Ich schauete Jahr aus und ein

die taubeperlten Äugelein

dort drüben.

Und immer, wenn der Tag erwacht,

grüßt mich die sternengleiche Pracht

von drüben.

Wenn's aber einmal ins Weite geht,

Dann, wüßt' ich was ich gerne tät'

dort drüben!

D'rum aber, weil es nicht kann sein,

lebt wohl, ihr dunklen Äugelein

dort drüben!