Drei Zecherwünsche

F. Abt

Herr Noah, dir sei Preis und Dank,

Du bist ein braver Mann!

Du schenkest uns den besten Trank,

Den man je finden kann.

Er perlet im Glase,

Ist voller Extase,

Doch schnell, wie die Tasche,

Ist leer auch die Flasche.

Drum wünschen wir

Noch Etwas schier:

O wäre doch der Rheinfall,

Der bei Schaffhausen braust,

Ein mächtig großer Weinfall,

Dort würde froh gebaust!

Wir tränken, ja! und tränken flott,

Heda! Philister, euch zum Spott,

Der Wunsch ist nicht zu frei, --

Juchhei!

Herr Noah, dir ward längst im Lied

Ein Denkmal fein gesetzt!

Du hast als unsres Glückes Schmied

Uns weinig stets geletzt.

Du hast uns gegeben,

Den Nectar der Reben,

Doch freilich zu spärlich,

Wir sagen dir's ehrlich!

Drum wünschen wir

Noch Etwas schier:

O wäre doch die Springfluth

Des Meeres lauter Wein,

Wir schlürften eine Singfluth

Von Liedern daraus ein!

Wir tränken, ja! und tränken flott,

Heda! Philister, euch zum Spott,

Wer wär' nicht gern dabei, --

Juchhei!

Herr Noah, dein sei allezeit

Mit Ehr' und Ruhm gedacht!

Dir sei in deiner Herrlichkeit

Ein donnernd Hoch gebracht.

Die Gläser, die klingen,

Die Zecher, die singen,

Welch' lustiges Treiben

Ach, könnt' es so bleiben!

Drum wünschen wir

Noch Etwas schier:

O wäre doch, was Quell heißt,

Und Alles in der Welt,

Was flüßig, klar und hell heißt,

Als Wein für uns bestellt!

Wir tränken, ja! und tränken flott,

Heda! Philister, euch zum Spott,

Das sind der Wünsche drei, --

Juchhei!