Du bist die Welt
F. Abt
Mir singt im Hain das Lied der Nachtigallen
Von dir, von dir!
Das Laubwerk rauscht, es flüstert sanft im Wellen
Den Namen mir.
Dein Name rauscht im Fall der Silberwelle,
Die thalwärts flicht,
Mir strahlt dein Bild im Spiegelglanz der Quelle,
Die goldig glüh't.
Ich denke dein, wenn in des Morgens Kühle
Der Tag erwacht,
Im Abendschein und nach des Tages Schwüle
Bei stiller Nacht.
Das Erste, was die Seele liebend denket
Nach sanfter Ruh,
Das Letzte, wenn die Nacht farblos senket,
Bist du, bist du!