Du solltest mein eigen sein!

F. Abt

Wohl springet aus dem Kiesel

Der Funk' in lichter Glut,

Wohl quillet aus der Traube

Das heiße Rebenblut,

Doch aus dem dunkeln Auge,

Dem holden Auge dein,

Da quillet nichts als Liebe

Mir tief ins Herz hinein.

Seit du zum ersten Male

Mich angesehen hast,

Da schwärmen meine Gedanken

Und haben nicht Ruh' noch Rast;

Sie schwärmen wie wilde Vögel

Durch Feld und Waldrevier

Und über Busch und Wipfel

Allein zu dir, zu dir.

Und würden die Berge zu Golde,

Und würde das Meer zu Wein:

So wollt' ich doch lieber, du Holde,

Du solltest mein eigen sein!