Er ist doch so weit!
F. Abt
Da sitz' ich und weine
Und harre allein,
Und fort ist mein Liebster
Wol über den Rhein.
Es rauschen die Winde,
Das Vögelein eilt;
Will keines mir sagen,
Ach! wo er jetzt weilt.
O hätt' ich ein Ränzlein,
Am Hütlein ein Band;
Könnte fort wie ein Bursche,
Den Stock in der Hand!
Wollte gehen und wandern
Land aus und Land ein,
Bis daß ich ihn hätte,
Den Herzigen mein!
So muß ich jetzt harren
Im einsamen Haus;
Schau' über die Wege
Und Berge hinaus.
Und tritt was im Gange,
Und rauscht was zur Seit',
Gleich mein' ich, er komm', und
Er ist doch so weit!