Fahr' wohl!

F. Abt

Wenn jemals ein Gebet, ein heißes,

Für Andrer Wohl zum Himmel geht,

Wird mein's wohl nimmer sein das letzte:

Denn heiß hab' ich für dich gefleht.

Ach, mehr als Sprache, Wort' und Zeichen,

Ach, mehr als Thränenblut sagt wohl --

Wenn leis' mit mattem Blick es tönet --

Das eine Wort: "Fahr' wohl! Fahr' wohl!"

Die Lipp' ist stumm, das Auge trocken;

Doch mir im Geist und in der Brust

Lebt' alle Zeit nur der Gedanke:

Daß nie mich grüßt mehr Freud' und Lust!

Mein Herz ist schwer, mein Geist ist trübe,

Und in mir klingt es dumpt und hohl:

Ich fühle nur, ich lieb' vergebens,

Ich fühle nur: "Fahr' wohl! Fahr' wohl!"