Frühlingstrost

F. Abt

Nun zieh'n sie wieder Jung und Alt

Hinaus durch Feld und Auen,

Und freun sich, wie die Sonne wallt

So golden in den Blauen.

Und Vögel zwitschern fern und nah:

Der Lenz ist da! Der Lenz ist da!

Nun blüh'n sie wieder frohgemuth

Die Veilchen in den Hecken,

Manch' Blümlein auch von frischer Gluth

Erwacht mit süßem Schrecken.

Schon steht's geschrieben fern und nah:

Der Lenz ist da! Der Lenz ist da!

Nun wehn sie wieder sanft und mild

Die Lüftchen durch's Gelände,

Und von dem lichten Grün gestillt,

Nimmt jeder Gram ein Ende.

So tröstlich tönt's von fern und nah:

Der Lenz ist da! Der Lenz ist da!

Gottlob, Gottlob! nun ist entflohn

Der Winter wohl für lange,

Und sieh, die Knospen sprießen schon

In hellem Freudendrange.

Bald jubelt Alles fern und nah:

Der Lenz ist da! Der Lenz ist da!