Ich möchte sein der Abendwind

F. Abt

Ich möchte sein der Abendwind,

Der sich auf deinen Locken wiegt;

Ich möchte sein die Locke, die

Zur Wange stumm sich niederbiegt.

Ich möchte sein die Schlummerzeit,

Die auf dein müdes Auge fällt;

Ich möchte sein in dunkler Nacht

Der Traum, der dich umfangen hält.

Ich möchte sein an deiner Brust

Die Rose, die gebrochen stirbt

Und sterbend noch um einen Blick,

Von dir um einen Blick nur wirbt.