Im Volkston

F. Abt

Und wenn es Gott nicht anders will,

Ergib' dich drein und harre still,

Mein Lieb, wir müssen scheiden.

Manch' Brieflein schreib' ich aus der Fern',

Ich hab' kein And're jemals gern,

Das sei dein Trost im Leiden.

Und wenn uns auch die Ferne trennt,

Mein Herz, dass sich dein eigen nennt,

Bleibt ja bei dir zu Hause.

Allabends bei der Sterne Schein,

Da kommen die Gedanken sein

In deine stille Klause.

Im Garten ist ein kleiner Platz,

Du weißt ihn wohl, mein lieber Schatz,

Dort unter blauem Flieder.

Ein Vöglein sitzt in seinem Ast,

Hier lausche, wenn du Sehnsucht hast,

Es singt: "Wir seh'n uns wieder!"