Jägerlied
F. Abt
Was zieht so rüstig durch Flur und Wald,
Durch Felsenkluft und Thal?
Bald bricht es aus Büschen hervor mit Gewalt,
Wie des Himmels tödtender Strahl,
Und kräftig erschallt der Kriegsgesang,
Der laute fröhliche Hörnerklang:
Trarah! Trarah! Trarah!
Frisch auf zum Kampf und Sieg!
Wir Schützen, wir ziehen durch Flur und Wald,
Durch Felsenkluft und Thal.
Es hemmt die Schritte nicht List und Gewalt,
Nicht des Feindes mächtige Zahl.
Wir lassen erschallen den Kriegsgesang,
Den lauten fröhlichen Hörnerklang:
Trarah! Trarah! Trarah!
Frisch auf zu Kampf und Sieg!
Wir gehen dem muthigen Heere voran,
Wir schließen seinen Zug,
Und will sich der Feind den Flanken nah'n,
Hui sind wir da im Flug,
Und gilt es plötzlichen Überfall,
Dann ruft der fröhliche Hörnerschall:
Trarah! Trarah! Trarah!
Dem Feinde Verderben zu.
Weit spähet der Schütze nach seinem Ziel,
Des sichern Schusses bewußt,
Getroffen von unsern Kugeln, fiel
Schon manche Feindes-Brust.
Und bald gesammelt, bald zerstreut,
Erneuern wir immer den wilden Streit,
Trarah! Trarah! Trarah!
Und Sieg krönt unsern Muth.
Wohl schaut auf den Schützen mit holdem Blick
Der Mädchen reizende Schaar!
Im Felde der Liebe folgt ihm das Glück,
Wie im Felde die Gefahr,
Und nach dem kräftigen Kriegsgesang,
Nach lautem fröhlichen Hörnerklang:
Trarah! Trarah! Trarah!
Ruht er im weichen Arm.