Lerchengesang
F. Abt
Wir schweben hoch wohl überm Feld,
tirili, tirili,
tief unten schlummert noch die Welt,
tirili, tirili,
da klingen Glocken nah' und fern,
das Dorf vom Schlaf ersteht;
wir tragen fröhlich auf zum Herrn
der Leute Frühgebet.
Der Bauer kommt und streut die Saat,
tirili, tirili,
behüt' sie, Gott, mit deiner Gnad',
tirili, tirili!
Er pflegt die Saat und hegt sie fromm
mit sau'rem Schweiß und Müh',
d'rum rufen freundlich wir Willkomm',
wenn wir ihn schauen früh.
Wer freien Blicks zum Himmel zieht,
tirili, tirili,
der sieht uns wohl, hört unser Lied,
tirili, tirili!
Doch wen ein bös' Gewissen drückt,
wess Herz nicht frei und licht,
und wer nicht frei zum Himmel blickt,
versteht dies Lied auch nicht.