Liebeswonne
F. Abt
Fühle, Geliebte, fühle, o fühle,
Wie mir das Herz, das beseligte, pocht!
Kühle mit duftiger Lippe, o kühle,
Kühle die Glut, die im Busen mir kocht
Wilde Gedanken
Irren und schwanken,
Wandern und ziehen,
Suchen und fliehen,
Nirgend ist Frieden, nirgend ist Ruh' --
All meine Wonne, Geliebte, bist du!
Trauriges Dunkel hält mich umsponnen,
Wo dich mein sehnendes Auge vermißt:
Aber es leuchten unzählige Sonnen,
Wo mich dein Lächeln, dein liebliches, grüßt.
Holdes Verlangen
Nimmt mich gefangen,
Zärtliche Gluten
Sprühen und fluten,
Quellen und strömen und brausen dir zu --
All meine Wonne, Geliebte, bist du!