Mitten im grünen Walde

F. Abt

So oft auf Blütenspur heran

Der Frühling kam mit Prangen,

Bin ich glücksel'ger Jägersmann

Froh durch den Wald gegangen.

Die Veilchen sproßten rings am Bach,

Dort stand auf duft'ger Halde

Das Försterhaus mit dem weißen Dach

Mitten im grünen Walde.

Wie ging ich jenen Weg so gern,

Trotz Wind und Sturmeswehen,

Wenn ich mein holdes Ziel von fern

Im dunklen Tann gesehen.

Mein ganzes Glück ward allgemach

Und all' mein Sehnen balde

Das Försterhaus mit dem weißen Dach

Mitten im grünen Walde.

Versteckt in Reb' und Rosen war

Ein Fensterlein zu schauen,

Dort grüßte sie mich immerdar,

Die lieblichste der Frauen.

Gar manches süße Wort sie sprach

Und selig war ich balde

Beim Försterhaus mit dem weißen Dach

Mitten im grünen Walde.

Doch ach! es hat nicht sollen sein,

Die Stunde rief zum Scheiden, --

So soll Das Angedenken Dein

Mich überall geleiten.

Die heiße Sehnsucht zieht Dir nach,

Schwand auch der Traum so balde,

Du Försterhaus mit dem weißen Dach

Mitten im grünen Walde!