Müllerherz

F. Abt

Dort, wo der Wolke Rosensaum

ins Blau der Berge fließt,

da unten tief im Talesraum

der Bach zur Mühle fließt,

die klippet und klappet

bei Tag und bei Nacht

und hat schon manchen Müller

um seine Ruh' gebracht.

Die Mühle steht im Dunkelgrün

mit Schilf umgeben weit,

da sitzet beim Holunderblüh'n

am Tor die Müllermaid.

Die Räder, sie klippen

bei Tag und bei Nacht,

und ihrem letzten Burschen, ach,

hat's kühle Ruh' gebracht.

Zu dieser Mühle Dunkelgrün

im Tale zieh ich fort,

ich möchte bleiben oder flieh'n,

wär' nicht mein Herz schon dort,

und klippte und klappte

bei Tag und bei Nacht;

wär' nicht der erste Müller,

den das zur Ruh' gebracht.