Nachtlied

F. Abt

Dunkel ruht auf Wald und Heide,

in den Lüften regt sich's kaum,

nur in halbvergess'nem Leide

singt ein Vöglein wie im Traum.

Tiefe Nacht; wie leise Mahnung

dringt's in meine Seele ein,

und ich fühl's in sel'ger Ahnung:

Auch für mich wird Friede sein.

Friede, Friede! Heißes Sehnen

schwellt mein einsam armes Herz,

meine Augen füllen Tränen,

flehend blick' ich himmelwärts.

Senke dich auf meine Lieder,

sel'ger Ruhe holde Nacht,

taue nun zu mir hernieder,

wunderbare Friedensnacht!