Nachtstück
F. Abt
Wann über Berge sich der Nebel breitet,
Und Luna mit Gewölken kämpft,
So nimmt der Alte seine Harf', und schreitet,
Und singt waldeinwärts und gedämpft:
"Du heil'ge Nacht!
Bald ist's vollbracht.
Bald schlaf ich ihn
Den langen Schlummer,
Der mich erlöst
Von jedem Kummer."
Die grünen Bäume rauschen dann,
Schlaf süß du guter alter Mann;
Die Gräser lispeln wankend fort,
Wir decken seinen Ruheort;
Und mancher traute Vogel ruft,
O laßt ihn ruh'n in Rasengruft! -
Der Alte horcht, der Alte schweigt -
Der Tod hat sich zu ihm geneigt.