Nie kann ich dein vergessen

F. Abt

Nie kann ich dein vergessen,

Du warst doch einmal mein!

Ich habe dich besessen

So ganz, so ganz allein.

Wo du magst immer säumen,

Ich sag' es freudig mir:

Du darfst ja träumen,

Ja, träumen still von ihr.

Und magst du auch verhöhnen

Das Herz, das treu dich liebt,

Es wird sich d'ran gewöhnen,

Es blutet, und vergiebt.

Dem Vöglein in den Bäumen,

Dem klagt es nur von dir

Und spricht: doch darf ich träumen,

Ja, träumen still von ihr.

Und lieg' ich einst im Grabe

So starr, so kalt wie Eis,

Fest halt' ich was ich habe,

Die Liebe glühend heiß;

Die spricht in allen Räumen

Das süsse Wort zu mir:

Getrost! du darfst ja träumen,

Ja, träumen still von ihr.