Nun schwirren die Schwalben

F. Abt

Nun schwirren die Schwalben in Lüften,

Die Drossel schlägt wieder im Hag;

Es drängen aus Schluchten und Klüften

Sich knospende Blüten zu Tag.

Den luftigen Reigen führet

Der Frühling schon um mich her;

Drum auf, und das Ränzchen geschnüret!

Nun hält mich auch länger nichts mehr.

Lebt wohl, ihr drückenden Wände,

Ihr staubigen Bücher all!

Der Lenz reicht mir lächelnd die Hände,

Es lockt mich die Nachtigall.

Nun schließt mit dem Gürtel von Leder

Das grüne Gewand mir gut,

Und steckt mir zur schwanken Feder

Ein blühendes Reis auf den Hut!

Die volle Flasche zur Seite,

Den Wanderstab in die Hand,

Und fort in die blauende Weite,

Hinein in das blühende Land!