O Wald, wie ewig schön bist du

F. Abt

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

Ist es dein Grün?

Ist es dein heimlich Dunkel?

Dein buntes Blühn?

Das irre Sonngefunkel?

Daß ich auf's neu stets freudetrunken

In deinen Zauber steh' versunken.

Wer mag es sagen?

Wer's je erfragen?

Nur singen muß ich immerzu:

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

Ist es dein Duft?

Ist's deiner Büsche Wallen?

Die kühle Luft,

Sind's deine hohen Hallen?

Daß es mich immer, immer wieder

Zu dir, Geliebter, zieht hernieder.

Wer mag es sagen,

Wer's je erfragen?

Nur singen muß ich immerzu:

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

Ist's dein Gesang?

Ist's deiner Tannen Sausen?

Dein Klagen bang?

Der alten Eichen Brausen?

Daß Heimweh gleich mich will erfassen,

Muß ich, o Trauter, dich verlassen.

Wer mag es sagen

Wer's je erfragen?

Nur singen mich ich immerzu:

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!

Ist's Majestät?

Ist's heimisch trautes Wesen,

Was dich durchweht,

Dich macht so auserlesen?

Daß jauchzend dich des Sängers Lieder

Lobpreisen immer, immer wieder!

Wer mag es sagen,

Wer's je erfragen?

Nur singen muß ich immerzu:

O Wald, o Wald,

Wie ewig schön bist du!