Pax vobiscum
F. Abt
»Der Friede sey mit euch!« das war dein Abschiedssegen.
Und so vom Kreis der Gläubigen umkniet,
Vom Siegesstrahl der Gottheit angeglüht,
Flogst du dem ew'gen Heimathland entgegen. -
Und Friede kam in ihre treuen Herzen,
Und lohnte sie in ihren höchsten Schmerzen,
Und stärkte sie in ihrem Martertod.
Ich glaube dich, du großer Gott!
Der Friede sey mit euch! rufst du im Rosenglühen
Des Himmels uns an jedem Abend zu,
Wenn alle Wesen zur erwünschten Ruh
Vom harten Gang des schwülen Tages ziehen;
Und Berg und Thal und Strom und Meereswogen,
Vom weichen Hauch des Nebels überflogen,
Noch schöner werden unterm milden Roth;
Ich liebe dich, du guter Gott!
Der Friede sey mit euch! so lacht die erste Blume
Des jungen Frühlings uns vertraulich an,
Wenn sie, mit allen Reizen angethan,
Sich bildet in der Schöpfung Heiligthume.
Wen sollte auch nicht Friede da umschweben,
Wo Erd und Himmel ringsum sich beleben,
Und alles aufsteht aus des Winters Tod?
Ich hoff' auf dich, du starker Gott!