Ruhe

F. Abt

Die Sonne will sich neigen,

des Waldes Stimmen schweigen,

nur in den Wipfeln lind

kost noch der Abendwind.

Und es verhallet leise

des lauten Tages Weise,

und alles geht zur Ruh';

o Herz, wann ruhst auch du?

Am klaren Himmelsbogen

kommt still die Nacht gezogen,

und hoch in duft'ger Fern'

strahlt noch der Liebesstern.

Und Nachtigallen singen,

da schwebt auf leichten Schwingen

der Geist hier, ohne Ruh',

der Liebe Heimat zu.