Schlaf, Dornröschen
F. Abt
Schlaf, Dornröschen, geh' zur Ruh',
Mache nun die Äuglein zu!
Lenz und Sommer sind nicht mehr
Und dein Thron ist blumenleer!
Schlaf', Dornröschen, schlaf'!
Deine Krone ward zu Staub,
Und Dein Schmuck des Herbstes Raub!
Horch, die wilden Stürme wehn!
Was da lebet, muß vergehn!
Schlaf', Dornröschen, schlaf'!
Was da lebet, muß vergehn!
Aber Du wirst auferstehn,
Wenn das Schneeenglöckchen klingt,
Wenn die erste Lerche singt!
Schlaf', Dornröschen, schlaf'!