Soldatentod

F. Abt

Kein schön'rer Tod ist auf der Welt,

als in des Schlachtfeld's Reigen,

auf grüner Haid, ist wohl bestellt

ein Bettlein traut und eigen.

Es ruht sich draussen sanft und kühl

in Frühlings grünem Blattgewühl,

und drüber wehen linde

die Früh- und Abendwinde.

's ist auf der Welt nur Müh und Last,

und eitel Noth und Sorgen,

doch wer im Kampfe findet Rast,

der ist gar wohl geborgen.

Bei Trommelschall, Trompetenklang

wird nimmer dem Soldaten bang,

wohl hoch ist zu beneiden,

ein Grab auf grünen Haiden.

Da naht der Tod, nicht matt und bleich,

er strahlt ihm roth entgegen,

empfäht ihn laut und ruhmesreich

im dichten Kugelregen.

Wird mancher auch dahingerafft,

so fällt er doch in stolzer Kraft

's ist besser kühnes Wagen,

als ängstlich Sorge tragen.

Drum ist des Wehrmanns Tod so schön,

auf freier grüner Haide,

er weiss im lauten Schlachgetön,

von Klagen nichts noch Leide

Dann singen Vögel im Blattgewühl,

dann weh'n die Winde leis' und kühl,

die mit den wilden Rosen

auf seinem Grabe kosen.