Süsses Veilchen
F. Abt
Süsses Veilchen, wart ein Weilchen,
Lass die blauen Augen zu!
Fern ist noch die Zeit der Wonne,
Unter Nebeln schläft die Sonne
Und der Wald liegt tief in Ruh.
Süsses Veilchen, wart ein Weilchen,
Bis dich milder Zephyr neckt.
Ach du lachst mir schon entgegen,
Aus dem Schlummer hat verwegen
Dich der Frühling aufgeweckt.
Süsses Veilchen, nur ein Weilchen
Willst des Lenzes Liebling sein.
Wenn ihm Wald und Auen singen,
Alle Knospen ihm erspringen,
Magst du gern vergessen sein.