Traum der ersten Liebe

F. Abt

O süßer Traum der stillen Nacht,

verlass mich nicht, da ich erwacht,

o du, der mich entzückte;

es war ihr Bild so klar und rein,

nein, nein, sie selbst in lichtem Schein,

die ich im Traum erblickte!

O Traum der ersten Liebe, verlass mich nicht!

Du schlossest auf vor meinem Blick

mir eine Welt von höchstem Glück,

dir galt ja all mein Sehnen.

Und du warst mein, wie war ich reich;

warum, o Traum, entfliehst du gleich

mit deinem süßen Wähnen!

O Traum der ersten Liebe, verlass mich nicht!