Waldeinsamkeit

F. Abt

O frische, duft'ge Kühle,

o Waldeseinsamkeit,

wie liegt der Welt Gewühle

mir nun so weit, so weit!

Dem Lärm der Städte, dumpf und hohl,

sag' ich ein freudig' Lebewohl;

du bannest seine Schwüle,

o Waldeseinsamkeit!

Aus grüner Zweige Schimmer

grüßt mich ersehntes Glück;

o rief' die Welt mich nimmer

aus diesem Bann zurück!

Bei euch, ihr lieben Vögelein,

will ich von Herzen glücklich sein

und meiden all den Flimmer,

der Andern Qual und Glück.

In deinen luft'gen Räumen,

du grüner Buchenwald,

will ich beseligt träumen

und Frieden finden bald.

Vergessen will ich alles Leid,

umweht von deiner Einsamkeit,

umrauscht von deinen Bäumen,

du grüner Buchenwald.