Waldeseinsamkeit

F. Abt

Wenn die Brust von Weh beklommen,

Nirgend Rast und Ruhe find't,

Aus dem Auge still entglommen

Heiß die Schmerzensthräne rinnt;

Dann mit deinem Schmerz alleine

Flieh' in Waldeseinsamkeit;

Unter Baum' und Blumen weine

Aus der Seele tiefes Leid.

Ihrer Blätter heimlich Grüßen

Flüstert Muth und Trost dir zu,

Und vom Blumenduft, dem süßen,

Wirst du eingewiegt in Ruh.

Unter hehrem Waldesrauschen

Fühlst du Gottes Geist dir nah,

Und in tiefer Andacht lauschen

Muß du seinem Wehen da.