Waldeszauber

F. Abt

In des Waldes heiligstillem Dunkel

Träum' ich gern in milder Frühlingsnacht,

Wenn vom Himmel goldnes Sterngefunkel

Und der Mond im Silberglanze lacht,

Wenn ein Bächlein rauscht,

Wenn ein Vogel lauscht,

Und der Duft der Blumen mich umwallt,

Preis' ich dich, du schöner Wald.

Alles ruht, der Wind mit leichten Schwingen

Durch der Bäume Blätterkronen zieht;

Aus den Büschen tönt ein leises Klingen,

'S ist der Waldesnymphen Abendlied.

Holde Zauberpracht,

Duftdurchweh'te Nacht!

Mich umweht manch' stille Traumgestalt

In dem grünen, duft'gen Wald.