Wärst du bei mir
F. Abt
(Sie.)
Wärst du bei mir! Was zog dich in die Ferne,
Was trieb hinweg aus meiner Nähe dich?
Seitdem versunken deiner Augen Sterne
Fühl;' ich, wie öde Nacht mein Herz beschlich.
Suchst du die Heimath, suchst den Frieden dir?
Du fändest beide nur: wärst du bei mir!
Wo ist die Heimath, als in Liebes-Armen?
Wo weilt der Friede, als an treuer Brust?
Wie kann ein Menschenherz im Glück erwarmen,
So lang es seiner Einsamkeit bewußt?
Riß auch das neid'sche Leben dich von hier --
Ich weiß, du klagst wie ich: "Wärst du bei mir?"