Wie schön ist doch das Wandern

F. Abt

Wie schön ist doch das Wandern

Beim ersten Morgenlicht,

Wenn durch die grauen Wolken

Die Sonne strahlend bricht;

Der Nebel muß schnell weichen

Vor ihrem gold'nen Schein,

Und Gras und Blumen trinken

Die flücht'gen Tropfen ein.

Wie schön ist doch das Wandern

Zur stillen Abendzeit,

Wenn sich hernieder neiget

Der Sonne Herrlichkeit.

Es tönt das Abendläten

So traulich über's Feld,

Da steigt manch' frommes Beten

Hinauf zum Herrn der Welt.

Wie schön ist doch das Wandern

Im Walde bei der Nacht,

Wenn durch die grünen Zweige

Der Mond hernieder lacht;

Viel tausend Sterne funkeln

Gleich lieben Augen drein;

Wie schön ist doch das Wandern

Des Nachts, beim Mondenschein.