Wohl hab' ich manche Blume

F. Abt

Wohl hab' ich manche Blume

Mit loser Hand gepflückt,

Wohl hab' ich manches Mädchen

Schon an das Herz gedrückt;

Doch aller Blumen reinste,

Die unverwelklich blieb,

Und aller Mädchen schönstes

Bist du allein, mein Lieb,

Manch' Land hab' ich durchzogen

Mit frohern Wandermut

Und unter manchem Dache

Als müder Gast geruht;

Doch fern von dir, da kannt' ich

Noch nie der Heimat Lust,

So selig ruht' ich nirgends,

Als hier an deiner Brust,

Wohl schlug für deinen Wand'rer

Da draußen manches Herz,

Und mancher Liebesfrühling

Sank für ihn erdenwärts; -

Doch seit er dich gefunden,

Brach erst sein Lenz herein -

Ein Herz, wie er es suchte.

Schlägt nur in dir allein.