Zwei Wandrer
F. Abt
Zwei Wand'rer heimwärts ziehen
Aus einem fernen Land;
Sie zieh'n im Abendrothe
Den Wanderstab zur Hand.
"Dort wo die Busche rauschet,
Bewegt vom Abendwind,
Both sie mir einst im Scheiden
Die Lippen roth und lind."
""Dort wo die Linde glühet
Im letzten Abendroth,
Liegt sie mein Glück, mein Alles
Erbleicht, verwelkt und todt. ""
"Trügt nicht das Licht des Mondes,
Seh' ich den Schleier weh'n,
Weil ihre Liebesblicke
Den Kommenden erspäh'n."
""Micht täuschet nicht das Dämmern,
Dort strahlt ein Stern mir klar,
Und strahlt mir seine Grüsse --
Das Kreuz auf ihrer Bahr. ""
""Leb' wohl, wir müssen scheiden,
Es trennet sich den Weg;
Zur Liebe und zur Grabe
Führt nicht derselbe Steg. ""