Maria Theresia bei ihrem Abschiede von Frankreich

F. Baumbach

Freiheit lächelt mir entgegen,

Freundschaft führt an treuer Hand

mich auf blumenreichen Wegen

in mein zweites Vaterland.

Und ich staune, bebe, säume?

Hält mich eines Zaubers Macht?

Ach, vom schrecklichsten der Träume

scheint mein Geist nur halb erwacht.

Tief verloren in Gedanken

deckt mein Aug' ein Tränenflor,

meine matten Tritte wanken,

kämpfend fliegt das Herz empor.

Meiner Rettung Wonne stören

SYSTEMBilder schwarzer Fantasei,

und im Schall von Jubelchören

tönet mir ein Klaggeschrei.

Flieh' auf ewig, Nacht der Leiden!

Flieht, Fantome, gönnt mir Ruh'!

Teure Schatten, winkt im Scheiden

meiner Wallfahrt Segen zu!