Du bist mein

F. Bertram

Ach, wärst du mein, du süßes Bild,

du Wesen voller Lust und Liebe;

ein ungeahntes Sehnen quillt

wie Frühlingshauch durch meine Brust.

In meines Herzens Kämmerlein

schließt eine Welt du ein.

Ach, wärst du mein,

du, meine Seligkeit,

du, mein Gedanke!

Ach, wärst du mein,

du, meine Seligkeit,

du, all mein Glück!

Noch schweigt dein Mund, und nur ein Blick,

wenn meine Hand die deine fasste,

ich fühl's, ein ungeahntes Glück

umschlingt uns wie ein Zauberband.

Und jauchzend aus der Augen Glut

les' ich, dass du mir gut.

Bald bist du mein,

du, meine Seligkeit,

du, mein Gedanke!

Bald bist du mein,

du, meine Seligkeit,

du, all mein Glück!

Laut ruf ich's in die Welt hinein,

wie heiß dein Kuss die Lippe brannte

und wie ich in den Armen dein

die höchste Seligkeit empfand.

Wie Frühling zog's ins Herz mir ein,

dein süßes Wort „Bin dein!“

Ja, du bist mein,

du, meine Seligkeit,

du, mein Gedanke!

Ja, du bist mein,

du, meine Seligkeit,

du, all mein Glück!