Der Morgen

F. Böhme

Die Sterne sind verblichen

mit ihrem güldnen Schein

Bald ist die Nacht entwichen

der Morgen dringt herein

Noch waltet tiefes Schweigen

Im Tal und überall;

Auf frisch betauten Zweigen

Singt nur die Nachtigall.

Sie singet Lob und Ehre

Dem hohen Herrn der Welt,

Der überm Land und Meere

Die Hand des Segens hält.

Er hat die Nacht vertrieben:

Ihr Kindlein, fürchtet nichts!

Stets kommt zu seinen Lieben

Der Vater alles Lichts.