Frühlingslust
F. Böhme
Wie ist mir so wohl und so heiter
Im blühenden, lächelnden Mai!
Das Herz pocht lebend'ger, wird weiter,
Die Seele so stark und so frei!
Zersprengt sind die eisigen Bande,
Es fächelt balsamisch die Luft,
Vom blumigen, freundlichen Strande
Weht labend erquickender Duft!
Es strömen vom Herzen die Lieder,
Es schwellt mir, wie Wogen, die Brust,
Es wallet hinauf und hernieder,
Es regt sich unendliche Lust!
Wie ist mir so wohl und so heiter
Im blühenden, lächelnden Mai,
Das Herz pocht lebend'ger, wird weiter,
Die Seele so stark und so frei!