Auf deine weissen, schlanken Hände

F. Brandt

Auf deine weissen, schlanken Hände

Möcht' ich die müde Stirne neigen,

Wenn matt des Tages letzte Brände

Verglüh'n in sommerlichem Schweigen.

Mich führt zu Dir nicht rascher Wille,

Kein schwüles, flammendes Begehren --

Der Abend ist's, die bleiche Stille,

Die meine letzte Sehnsucht nähren.

's ist spät und mich verlangt zu schweigen.

Ich weiss, dass mich Dein Herz verstände...

Die müde Stirne möcht' ich neigen

Auf Deine weissen, schlanken Hände.