Die Tochter des Verbannten
F. Burgmüller
O Hoffnung, Himmelstochter,
du Blasam für das Herz,
zih' ein in Vaters Seele
und stille seinen Schmerz!
Blick auf dein Kind hernieder
so fromm und engelrein;
auf dieser weiten Erde
hast du nur sie allein.
Sie liegt zu deinen Füßen,
netzt tränenschwer die Hand;
ich bin nun deine Stütze,
seit, Vater, du verbannt.
Blick auf zum reinen Himmel
und dann in deine Brust:
Du bist vor diesen Richtern
dir keines Fehls bewusst.
Will Mangel mit dir teilen,
den Frost, den Sonnenbrand,
will deine Wunden heilen
mit liebevoller Hand,
will alle Freuden lassen,
auch die Erinn'rung süß,
will diesen Ort dir wandeln
zum frohen Paradies.