Cantico

Busoni, Ferruccio

Hebt zu der ewigen

Kraft Eure Herzen:

Fühlet Euch Allah nah,

Schaut seine That!

Wechseln im Erdenlicht

Freuden und Schmerzen;

Ruhig hier stehen die

Pfeiler der Welt.

Tausend und tausend, und

Abermahls tausende

Jahre, so ruhig wie

Jetzt in der Kraft,

Blitzen gediegen mit

Glanz und mit Festigkeit,

Die Unverwüstlichkeit

Stellen sie dar.

Herzen erglüheten,

Herzen erkalteten,

Spielend umwechselten

Leben und Tod.

Aber im ruhigen

Harren sie dehnten sich

Herrlich und kräftiglich

Früh so wie spät.

Hebt zu der ewigen

Kraft Eure Herzen,

Fühlet Euch Allah nah!

Schaut seine That.

Gott nimmt dein Opfer mit

Vater-Zufriedenheit,

Freundlich begrüßt dich das

Ewige Licht.

Wo du auch weilen magst,

Wird seine Geisterschar

Nie dich verlassen, ent-

Weichen dir nicht.

Dreyfach umringen sie

Dich und die Liebliche!

Das ist ein Zauber-Ring

Nimmer er bricht.

Vollends belebet ist

Jetzo die todte Welt.

Preisend die Göttlichkeit,

Schweigt das Gedicht!