Heimkehr

F. Draeseke

Lange weilt' ich auf der Welle,

Fern von Dir und Deiner Lieb',

Bis mein Schiff nach manchen Stürmen

An die Heimatküste trieb!

Still ruh' ich Dir jetzt im Arme,

Fernab sank das Nebelbild,

Das auf trügerischen Wogen

Mich mit Zauberwahn umspielt!

Liebesworte, längst vergessen,

Klingen wieder an mein Ohr.

Tief aus Deinem Herzen steigt es

Wie ein Märchenquell empor.

Meiner Jugend Träume stehen

Dir im Busen wie von Erz,

Und die alten Flammen brechen

Wunderbar durch's dunkle Herz!