Sturmgetrieben irrt mein Segel

F. Draeseke

Sturmgetrieben irrt mein Segel

Durch die Nacht auf wildem Meer,

Meiner Liebsten helle Leuchte

Strahlt nicht mehr vom Ufer her!

Ach, die Hand ist matt geworden

Seit die Retterflamme schwand,

Und das Auge, wellenmüde,

Sieht nicht mehr den nahen Strand!

Einmal noch blick' durch die Nebel

In die Meeresnacht hinaus,

Sieh mich Dir zu Füssen ringen

In der Brandung Sturmgebraus!

Halte Deine hohe Leuchte

Einmal noch ob Sturm und Flut,

Bis mein Schiff in letzter Stunde

An der Heimatküste ruht!