Komm, o gold'ne Jugendzeit
F. Eberle
Komm, o gold'ne Jugendzeit,
kehr zurück, du wonnig Leben,
da im Lenzesblütenkleid
Hoffnungsengel uns umschweben,
traumumhüllt,
lieberfüllt;
lass im ersten Lenzesschein
einmal Kind mich wieder sein!
Lag ich an der Mutter Herz
sanft von treuem Arm umschlungen,
sang ich träumend himmelwärts,
wie sie einst mir vorgesungen:
Englein klein,
kommt herein,
zeigt im Traume meinem Kind,
wo des Glückes Pfade sind!
Jahre schwanden Lenz und Lust,
grüßen nur im Nebelschleier
noch die leidbewegte Brust,
und was all dem Herzen teuer.
Ach, in Hast,
ohne Rast
rauschst du sturmbeschwingt vorbei,
erster, sel'ger Jugendmai!
Komm, o gold'ne Jugendzeit,
bring der Mutter Bild mir wieder,
dass ich still vertrau' mein Leid
ihr, die meines Herzens Hüter.
Schließt mein Lauf,
nimm mich auf!
Lass zu dir mich doch hinein,
lass dein Kind mich wieder sein!